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Kräutersträuße zu Mariä Himmelfahrt am 15. August

So könnte dein Kräuterstrauß aussehen.
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  • So könnte dein Kräuterstrauß aussehen.
  • hochgeladen von Katrin Gerweck

Region (ger) Am 15. August feiert man in katholischen Gegenden die Himmelfahrt Marias. Dazu gehört, dass man einen Strauß aus Heilkräutern pflückt, der in der Kirche beim Gottesdienst geweiht wird. Danach nimmt man ihn mit nach Hause und hängt ihn dort zum Trocknen auf. Er soll vor Blitzschlag schützen, aber auch für ein harmonisches Familienleben, Kindersegen und Gesundheit sorgen. Früher wurde daraus Tee für Kranke gekocht, oder mit Weihrauch gemischt räucherte man damit das Krankenzimmer aus. Den Tieren mischte man davon unters Futter und bei einem Gewitter warf man zum Schutz vor dem Blitz davon ins offene Feuer.

Heilkräuter wieder beliebt

Woher der Brauch kommt, weiß man nicht genau. Früher wussten die Leute jedoch gut Bescheid über die heilsame Wirkung vieler Kräuter, was man teils auch noch an ihren Namen ablesen kann. Manches war Aberglaube, viele Kräuterheilmittel werden jedoch in letzter Zeit wieder häufig benutzt. Beifuß im Schuh zum Beispiel sollte gegen Blasen schützen und mehr Ausdauer bei Fußmärschen verleihen, heutzutage würzt man mit Beifuß fette Gerichte wie Gänsebraten, da er sie bekömmlicher macht.
Hier im Badischen wird der Strauß übrigens „Werzwisch“ genannt, was man mit Gewürzbüschel übersetzen kann. Früher war sehr genau vorgeschrieben, welche und wie viele Pflanzen im Strauß vorkommen durften, wobei das je nach Region ganz unterschiedlich war. In manchen Gegenden waren sieben Kräuter üblich, in anderen bestanden die Sträuße aus neun, zwölf oder gar 77 verschiedenen Pflanzen.

Typische Kräuter für den Strauß

Vielleicht habt ihr ja auch Lust, einen solchen Kräuterstrauß zu pflücken. Es macht Spaß, jetzt im Hochsommer über Felder und Wiesen zu gehen und zu schauen, was dort wächst. Nehmt ein Bestimmungsbuch mit, dann könnt ihr nachschlagen, was ihr gefunden habt. Typische Pflanzen für den Werzwisch sind zum Beispiel Königskerze, Johanniskraut, Schafgarbe, Rainfarn, Kamille, Eisenkraut, Baldrian, Pfefferminze, Fünffingerkraut, Salbei, aber auch Margerite, Kornblume, Ringelblume und Glockenblumen sind gestattet. Früher war es auch üblich, Getreidehalme mit einzubinden, was dieses Jahr schwierig ist, da die meisten Felder schon abgeerntet sind.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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