Stau im Grötzinger Tunnel
Ein bedenklicher Cocktail

Stau bis durch den Tunnel
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Jeden Abend während der Hauptverkehrszeit kann man in, beziehungsweise unter, dem Karlsruher Ortsteil Grötzingen die gleiche Szene beobachten: Eine mit Fahrzeugen vollgestopfte Bundesstraße 10, auf der sich unzählige Pendler nach Hause quälen. Da sind Fahr- oder besser Standzeiten von der Karlsruher Innenstadt bis zum 20 Kilometer entfernten Wohnort von einer Stunde oder mehr keine Seltenheit.

Der Tunnel, der zur Fertigstellung vor Jahren als große Entlastung gefeiert wurde, ist längst zur unbefriedigenden Teillösung eines Verkehrsproblems ersten Ranges geworden. Hauptgrund ist die Weiterführung der Straße durch das völlig überlastete Nadelöhr Berghausen. Hier führt die B10 mitten durch den Ort und es beginnt in der Ortsmitte auch noch die stark belastete B293. Deutlich verschärft hat sich die Situation seit der Sperrung der Jöhlinger Straße in Weingarten die nun schon zwei Jahre andauert. Deren Umleitung empfiehlt genau die Strecke durch diese ohnehin schon gebeutelten Orte.

Dicke Luft im Tunnel

Das eigentlich Bedenkliche an der Situation ist jedoch die Gesundheitsgefährdung durch das Einatmen eines wahren Abgascocktails beim Fahren oder Stehen durch oder im 910 Meter langen Straßentunnel. Es sind beileibe nicht nur die vielgenannten Kohlendioxyde (CO2) und Rußpartikel die hier die Luft anreichern. Auch Kohlenmonoxyd sowie Stickoxyde und Kohlenwasserstoffe und andere gesundheitsgefährdende Stoffe sind enthalten (Quelle: Lenz und Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik).

Düstere Aussichten

Selbst wenn es einen wünschenswerten „Herrmannschen“ Radschnellweg gäbe, wäre auch dieser schnell überlastet. Ohnehin hätten auch längst nicht alle die, zur Nutzung benötigten, körperlichen Voraussetzungen. Auch ein Umstieg auf den ÖPNV würde das Chaos nur verlagern, dieser ist in Stoßzeiten derzeit schon an seinen Grenzen.
Teilweise sind es absurde Vorschriften, viele Einwände, berechtigte und unberechtigte Blockaden, fehlende Mittel, endlose Debatten und gelegentlich vielleicht auch einmal fehlender Wille, die hier Lösungen verhindern. Die Aussichten für eine mittelfristige Besserung sind leider denkbar schlecht.

Autor:

Werner Binder aus Region

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