Bruchsal: Mandatsträger stehen Senioren-Union Rede und Anwort

Stellten sich den Fragen (von links) Albrecht Schmollinger, Hans-Peter Kistenberger, Andreas Glaser (Foto: Klaus Kehrwecker)

Bei einer gut besuchten Veranstaltung im „Graf Kuno“ standen etliche Bruchsaler Mandatsträger den Mitgliedern der Bruchsaler CDU-Senioren-Union Rede und Antwort.

Bruchsal (kk) Bei einer gut besuchten Veranstaltung im „Graf Kuno“ standen etliche Bruchsaler Mandatsträger den Mitgliedern der Bruchsaler CDU-Senioren-Union Rede und Antwort. Der Bürgermeister Andreas Glaser nahm dabei ausführlich Stellung zum derzeitigen Stand des Projekts „Bahnstadt Bruchsal“. Neben verschiedenen Firmenansiedlungen sollen dort auch 800 bis 1.000 Bürger ein neues Zuhause finden. Dazu sind im Bereich der Bahnstadt alle gemeindeeigenen Grundstücke verkauft worden. Seit den finanziellen Vorplanungen von 2011 bis 218 sind die Mehrkosten um satte fünf Millionen Euro gestigen, blieben aber unter den einkalkulierten Kosten von acht Millionen Euro. Auf dem Gelände der Bahnstadt entstehen außerdem ein neues Feuerwehrgerätehaus – finanziert von der Firma SEW für 16 Millionen Euro – und eine Sporthalle.

Den allgemeinen Fußgängertransfer erleichtern

Die derzeitige Bahnunterführung im Bereich des Bahnhofs, durch die momentan von einem Bahngleis zum anderen gewechselt werden kann, soll nach Ost und West verlängert werden, um so den allgemeinen Fußgängertransfer zu erleichtern. Die 48 Meter lange Verlängerung schlägt mit zwölf Millionen Euro zu Buche. Das Projekt wurde europaweit ausgeschrieben – lediglich zwei Gebote wurden abgegeben. Als weitere Großprojekte nannte Glaser außerdem ein neues Hochwasserrückhaltebecken, das die Stadt zehn Millionen Euro kosten soll. Die Landesförderung dafür  betrage maximal 70 Prozent der Kosten, so Glaser.

Neue Wohnräume schaffen

Auf dem Areal „Alter Weidenbusch“ werden laut Glaser Häuser aus der Nachkriegszeit mit 66 Wohnungen abgerissen. An deren Stelle sollen neue Gebäude mit 90 Wohnungen entstehen. Im Bereich der Ernst-Reutter-Straße in Untergrombach sollen Projekte des „sozialen Wohnungsbaus“ entstehen. Allerdings gebe es dort Probleme beim Bodenerwerb und bei der Einhaltung des Kostenrahmens, so dass der spätere Mietpreis von fünf Euro pro Quadratmeter nicht überschritten werde, betont Glaser.

Räume für die Geschichtsaufbereitung

Stadtrat Werner Schnatterbeck widmete seinen Redebeitrag der Neunutzung des ehemaligen Feuerwehrhaus-Areals. Er brachte mehrere Nutzungsvarianten ins Spiel, etwa ein Mehr-Generationen-Haus, eine Kindertagesstätte, eine Seniorenbegegnungsstätte oder auch Räume für die Geschichtsaufbereitung. Über das Areal der alten Landesfeuerwehrschule kann die Stadt Bruchsal nicht verfügen, da es im Besitz des Landes Baden-Württemberg ist. Das Land will das Grundstück selbst einer weiteren Nutzung zuführen.
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