Philosoph Richard David Precht sprach auf Einladung der Sparkasse Kraichgau über digitale Zukunft
„Empathieberufe werden nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt“

Begeisterte Zuhörer: (von links) Sparkasse-Vorstandsvorsitzender Norbert Grießhaber, Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Sparkasse Vorstandsmitglied Thomas Geiß (rechts) mit dem Philosophen Richard David Precht (Zweiter von rechts).
  • Begeisterte Zuhörer: (von links) Sparkasse-Vorstandsvorsitzender Norbert Grießhaber, Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick und Sparkasse Vorstandsmitglied Thomas Geiß (rechts) mit dem Philosophen Richard David Precht (Zweiter von rechts).
  • Foto: Sparkasse Kraichgau
  • hochgeladen von Chris Heinemann

BRUCHSAL (kn) Vom Deutschen Medienkongress in Frankfurt über die Hannover Messe in den Kraichgau: Richard David Precht ist ein gefragter Redner und kam jetzt auf Einladung der Sparkasse Kraichgau nach Bruchsal. Der Philosoph und Bestseller-Autor sprach in seinem Vortrag über die Folgen der Digitalisierung.

Digitalisierung verändert die Arbeitswelt

„Die digitale Revolution wird unsere Arbeitswelt radikal verändern“, ist sich Precht sicher. „Wie wir heute arbeiten, wird nur noch wenig damit zu tun haben, wie wir in zehn Jahren arbeiten werden. Mensch und Computer werden mehr denn je im Wettbewerb stehen.“ Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und unsere Gesellschaft seien viel gravierender als wir uns dies eingestehen würden. Auch Norbert Grießhaber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kraichgau, weiß: „Es geht bei der Digitalisierung um mehr als die Veränderung von Alltagsgewohnheiten. Wir sind immer erreichbar, messbar, sichtbar und in manchen Bereichen inzwischen auch ersetzbar. Die digitale Disruption ist in vollem Gang.“

Warnung vor Risiken infolge Digitalisierung

Precht warnte davor, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt Millionen Arbeitsplätze kosten könne. Auch der Fachkräftemangel würde weiter steigen und die sozialen Umlagesysteme etwa für die Rente seien bedroht. Gleichzeitig hätten topausgebildete IT-Kräfte in der Spitze, der hochrangige Dienstleistungssektor und das Handwerk Zukunft. Precht machte in seinem kurzweiligen Vortrag aber auch deutlich, dass nicht alles durch künstliche Intelligenz ersetzt werde. „Dort, wo noch Wert auf menschlichen Kontakt und Empathie gelegt wird, wird eine Maschine den Menschen nicht ersetzen“. Auch in 20 Jahren werde es noch Kindergärtner, Hausärzte und Lehrer geben.

Bedingungsloses Grundeinkommen als Lösung?

Precht wäre nicht Precht, wenn er den Gästen im vollbesetzen Bürgerzentrum nicht auch Lösungen vorschlagen würde: das bedingungslose Grundeinkommen. 1.500 Euro für jeden – finanziert durch eine Finanztransaktionssteuer. Da gleichzeitig dieses Grundeinkommen nicht mit einem zusätzlichen Verdienst verrechnet werden müsse, „wird sich die Arbeit wieder lohnen und die Arbeitsmotivation erhöhen.“ Der Mensch verrichte dann nur noch Arbeit, die er gerne macht.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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