Mehr als 15 Kommunen nehmen teil
Demonstrationen für kindersichere Radwege im Südwesten

Stuttgart (dpa/lsw) Protest für fahrradfreundlichere Städte: Am Wochenende wollen auch in mehr als 15 baden-württembergischen Kommunen Fahrradfahrer für kindersichere Radwege demonstrieren. Die Landesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Gudrun Zühlke, sagte, man unterstütze diese Aktion, weil die Kommunen in Baden-Württemberg allenfalls in kleinen Bereichen kinderfreundlich seien. «Es gibt viel zu viele Straßen, die insbesondere für kleine Radfahrende furchteinflößend oder gar gefährlich sind.» Die Proteste sind Teil einer bundesweiten Aktion, zu der ein Aktionsbündnis namens Kidical Mass aufgerufen hat.

Sichere und kinderfreundliche Radnetze erstellen

Fahrraddemos sind am Samstag in Freiburg, Rottweil und Nagold geplant. Am Sonntag treten Radler in Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg, Pforzheim, Stuttgart, Esslingen, Nürtingen, Ettlingen, Kusterdingen, Tübingen, Offenburg, Villingen-Schwenningen, Ravensburg und Konstanz in die Pedale. Die ADFC-Landesvorsitzende sagte weiter, nur wenn die Kinder von klein auf erlebten, dass sie mit dem Rad sicher und zügig an ihr Ziel kämen, hätten sie Spaß am Radfahren und würden dieses Verkehrsmittel auch als Erwachsene nutzen. Jetzt sei der Zeitpunkt, an dem die kommunalen Verwaltungen handeln müssten, um sichere und kinderfreundliche Radnetze zu erstellen.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, er könne gut verstehen, dass sich Kinder und Jugendliche für bessere Radwege und mehr Sicherheit einsetzten. «Vielerorts muss die Radinfrastruktur deutlich ausgebaut werden.» Es brauche ein gutes und zusammenhängendes Radwegenetz und sichere Abstellmöglichkeiten.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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